Mit
den Boptists zeigten sich dem Rostocker Publikum gleich drei
bekannte Gesichter. Torsten Zwingenberger, der Schlagzeuger,
hatte schon zweimal mit seinem fantastischen Handwerk und
seiner eleganten und zugleich energiegeladenen Spielweise
im „Ursprung“ überzeugt. Der Bassist Robin
Draganic begleitete ihn damals, als die Sängerinnen Lyambiko
und Twana Rhodes ihr Stelldichein im Club gaben. Nicht zuletzt
war auch Finn Wiesner zum zweiten Mal hier. Im vorigen Jahr
spielte der Saxofonist im Helmut Brandt Septett mit. Neu für
die Rostocker Jazzfreunde war Ekkehard Wölk am Klavier.
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Wie
auf ihrer aktuellen CD „it was a good ride“ präsentierte
die Combo in ihrem Konzert Eigenkompositionen aus der Feder
von Wölk und Wiesner, die den Charakter des klassischen
Hard Bop achtungsvoll widerspiegeln und dabei soviel Fahrt
und Charme bekommen, dass es zu einem wirklichen Spaß
wird, zuzuhören. Zwingenberger liefert souverän,
diszipliniert und einfallsreich Fundament und Gerüst,
wobei er wie seine Kollegen immer wieder auch solistisch brilliert.
Wölk am Piano beherrscht das weite Feld vom traditionellen
bis zum modernen Jazz, stürzt sich als Tastenritter in
eindrucksvolle Improvisationen, ohne den homogenen Klang der
Band aufzulösen. Wiesners Saxofonspiel ließ die
Gesinnung der großen Vorbilder dieser Ära wie Sonny
Rollins oder John Coltrane erkennen. Dennoch blieb sich der
sympathische Musiker mit geschmeidiger Spielart und dem ästhetischen
Ton treu. Er agierte nicht zurückhaltend, aber sparsam,
wenngleich er mit sprudelnden Improvisationsflüssen angenehm
hörbar blieb, verstand er es, das Sprichwort „Weniger
ist manchmal mehr“ auf wohlige Weise umzusetzen –
eine Gabe, die nicht allen Jazzmusikern eigen ist.
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Der
Bassist bestach mit dem, was er am besten kann, professionelles,
intelligentes und zugleich unglaublich kreatives Musizieren,
sicher und selbstverständlich und doch für Überraschungen
in zahlreichen Soli gut. Das Konzert überzeugte die zahlreich
erschienenen Besucher von Bogarts Jazz Club und ermunterte
viele zum Kauf der neuen CD der Band.
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