| Rezension zu "Das Rosa Rauschen
" im "Bogart's Jazz Club" am 4. Juni 2002
Es ist die erste Veranstaltung von Bogarts Jazz Club, der Jazz-Reihe,
die aus dem traditonellen Jazz-Diskurs entstanden ist. Und der Initiator
der alten und der neuen Konzert-Reihe ist zufrieden. Trotz des herrlichen
Sommerwetters finden immerhin 82 Zuschauer in den inzwischen bereits
zur Jazzadresse gewordenen Klubkeller "Ursprung".
Viele Rostocker sind am Strand und entspannen sich bei Sonnenschein
und Meeresrauschen. Die Besucher des "Ursprungs" hören
an diesem 4. Juni ein ganz anderes - DAS ROSA RAUSCHEN.
Die Berliner Musiker um Felix Wahnschaffe scheinen von der frischen
Brise, die sie gerne gegen die Berliner Luft eintauschen würden,
wie sie sagen, beflügelt zu sein. Das Programm ist dynamisch
gut durchmischt und strahlt beseelten Clubcharakter aus.
Das
Spiel des Bandleaders und Saxofonisten Wahnschaffe kommt mühelos
daher und lässt dennoch hohe Konzentration erahnen. Ebenso
einfühlsam und um leise Töne bemüht, steuert der
Gitarrist John Schröder seine Improvisationen bei. Ihm geht
es nicht um Effekte, er füllt die Ideen des Komponisten Wahnschaffe
durch sein Spiel aus, wie auch die anderen Musiker mit Freude damit
beschäftigt sind, ein Gesamtwerk ohne Einzelkapriolen abzuliefern.
Der Dialog zwischen den Künstlern gerät zu einer angenehmen
Moderation, die das Publikum unterhaltsam durch das Konzert begleitet
.
Mit einem Plattentipp zu George Benson's aktuellem Album "Absolute
Benson" sowie nützlichen Veranstaltungshinweisen zum Ostsee-Jazz
endet der Abend.
So darf man wohl von einem gelungenen Start der Bogarts-Reihe sprechen.
 
|