Rezension zum Konzert von „Stephan Bormann Band“ - von Marko Luptscho (OZ)





Stephan Bormann spielte im Ursprung

Das Geheimnis des Erfolgs

“Heute ist es extrem voll, aber zumindest sind auch mal ein paar jüngere Leute hier“, sagte Michael Preiß am Dienstag beim Bogarts Jazz. Und wahrlich, der Ursprung platzte aus allen Nähten. Gründe gibt es viele. Zum einen steigt die Popularität des Jazz in der Hansestadt und zum anderen spielte die Stephan Bormann Band in der Kleinkunstbühne.
Namensgeber Bormann gilt als einer der talentiertesten Songwriter und Gitarristen in Deutschland. Dabei bedient er sich in vielen anderen Stilrichtungen. Mal klingt der Sound aus seiner Gitarre soft, mal heavy und dann wiederum funky. Stephan Bormann und seine Band lassen sich nicht in irgendeine Schublade stecken. Jeder leistete an diesem Abend seinen Beitrag zu einem einmaligen H elektronisch verstärkt oder pur – seine Finger zauberten reinen Rhythmus auf seinen Instrumenten. Jens Dohle saß hinter dem Schlagzeug. Seine Sticks flogen blitzschnell über die Felle der Percussions. Als Gastsaxofonist wurde Frank Nowicky dem Rostocker Publikum vorgestellt. Vier Musiker mit Klasse und der Lizenz für ein energetisches Jazzkonzert.
Den Stilmix der Band finde ich absolut in Ordnung. Sie sind musikalisch erste Klasse“, erzählte Michael Preiß nach dem Konzert. Die Hände und Füße der Gäste wippten die ganze Zeit im Takt mit. Stephan Bormann verriet dann auch schmunzelnd sein Erfolgsgeheimnis: „Unsere selbst geschriebenen Songs klingen wie die Stücke von namhaften Jazzgrößen. Cover-Songs aus unserem Repertoire präsentieren wir so, als würden sie aus unserer Feder stammen.“ Dabei gehören Bormann und Co. selbst zu den angesagtesten Jazz-Bands und brauchen sich nicht hinter anderen Künstlern zu verstecken – die Rostocker, die am Dienstag dabei waren, zollten ihnen mit herzlichem und langem Applaus Tribut.



MARKO LUPTSCHO – Ostseezeitung