In der Petrikirche blieb kein Platz leer : : Rostocker Altstadtjazz - 15. Mai 2004

 

Mehr als gut besucht war auch der zweite Rostocker Altstadtjazz am Sonnabend. Die Veranstaltung hat das Zeug, Kult zu werden.

Zu erleben waren insgesamt 14 sehr unterschiedliche Bands, die in Cafes, Kneipen, Galerien und Clubs der Östlichen Altstadt die verschiedensten Stilrichtungen von Jazz darboten.

“Diese Veranstaltung ist eine tolle Gelegenheit, dass sich die Musiker untereinander kennen lernen, aber auch die Nähe zum Publikum finden“, sagte Initiator Burkhard Struck. Zu hören gab es an diesem Abend experimentellen, rockigen, kammermusikalischen, modernen als auch sehr ungewöhnlichen Jazz gleichzeitig an zwölf verschiedenen Orten.

Daniel MessinaUnd schon als das Daniel Messina Trio in der Petrikirche spielte, reichten die Sitzplätze nicht aus. Der gebürtige Argentinier lebt seit zehn Jahren in Stuttgart und versetzte das Publikum mit seinen Lateinamerikanischen Kompositionen vom aktuellen Album „Die Sonne geht auf“ in richtige Urlaubsstimmung. „Ein super Anfang für eine hoffentlich lange jazzige Nacht“, meinte Kristiane Korvorst aus Rostock. „Die Idee, mit einem Festivalticket mehrere Bands live an unterschiedlichen Orten zu sehen, ist einfach genial. Besonders freue ich mich schon auf Andreas Geffarth und seine Band, die im Irish Pub spielen“, verriet die 32-Jährige.

Eine Mischung aus Jazz, Blues und Popmusik lieferte Ashley Acree im Ursprung. Die stimmgewaltige Sängerin und Komponistin stammt aus der Musikmetropole New Orleans und präsentierte ihr neues Soloprogramm.

Bei der Abschlussparty im Kulturgüterbahnhof heizten Soulmachine dem Publikum bis in die frühen Morgenstunden ein. Und bei den vielen Besuchern wird im nächsten Jahr bestimmt wieder gejazzt.

Doreen Blask – Norddeutsche Neueste Nachrichten, 17. Mai 2004


 

Bilder weiterer Gäste des Rostocker Altstadtjazz:

Doehring & Wennrich

Martin Auer
Cristin Claas