|
Mehr als gut besucht war auch der zweite Rostocker Altstadtjazz
am Sonnabend. Die Veranstaltung hat das Zeug, Kult zu werden.
Zu erleben waren insgesamt 14 sehr unterschiedliche Bands,
die in Cafes, Kneipen, Galerien und Clubs der Östlichen
Altstadt die verschiedensten Stilrichtungen von Jazz darboten.
“Diese Veranstaltung ist eine tolle Gelegenheit, dass
sich die Musiker untereinander kennen lernen, aber auch die
Nähe zum Publikum finden“, sagte Initiator Burkhard
Struck. Zu hören gab es an diesem Abend experimentellen,
rockigen, kammermusikalischen, modernen als auch sehr ungewöhnlichen
Jazz gleichzeitig an zwölf verschiedenen Orten.
Und
schon als das Daniel Messina Trio in der Petrikirche spielte,
reichten die Sitzplätze nicht aus. Der gebürtige
Argentinier lebt seit zehn Jahren in Stuttgart und versetzte
das Publikum mit seinen Lateinamerikanischen Kompositionen
vom aktuellen Album „Die Sonne geht auf“ in richtige
Urlaubsstimmung. „Ein super Anfang für eine hoffentlich
lange jazzige Nacht“, meinte Kristiane Korvorst aus
Rostock. „Die Idee, mit einem Festivalticket mehrere
Bands live an unterschiedlichen Orten zu sehen, ist einfach
genial. Besonders freue ich mich schon auf Andreas Geffarth
und seine Band, die im Irish Pub spielen“, verriet die
32-Jährige.
Eine Mischung aus Jazz, Blues und Popmusik lieferte Ashley
Acree im Ursprung. Die stimmgewaltige Sängerin und Komponistin
stammt aus der Musikmetropole New Orleans und präsentierte
ihr neues Soloprogramm.
Bei der Abschlussparty im Kulturgüterbahnhof heizten
Soulmachine dem Publikum bis in die frühen Morgenstunden
ein. Und bei den vielen Besuchern wird im nächsten Jahr
bestimmt wieder gejazzt.
Doreen Blask – Norddeutsche Neueste Nachrichten, 17.
Mai 2004

Bilder weiterer Gäste des Rostocker Altstadtjazz:

|  |
|
|