Bei Bogarts geben sich Jazzgrößen die Klinke in die Hand

Stefan Heidtmann Trio - 05. Oktober 2004

 

Das Stefan Heidtmann Projekt gastierte am Dienstag beim Bogarts Jazz im Ursprung. Damit ist Organisator Burkhard Struck geglückt, einen weiteren Topact der nationalen Jazzszene nach Rostock zu lotsen.
Auf der Bühne stand aber nur die Minimalbesetzung der Band. Bassist Dieter Manderscheid, Pianist Stefan Heidtmann und Gerd Dudek am Saxofon. Die Musiker stellten ihr zuletzt erschienenes Meisterwerk „Hay Que Salir Adelante“ dem Rostocker Publikum vor. Die Musikstücke werden mitunter in aztekischer Sprache betitelt, aber auch deutsche Namen wie „Dunst“ sind zu finden. Dabei ist die Musik selber keine leichte Kost. Die Eigenkompositionen sind in typischer europäischer Klangarchitektur aufgebaut, in der Improvisation und Individualität ihren Platz finden. Seit Anfang der 90er Jahre ist ‚Stefan Heidtmann dem Jazz verfallen. Davor absolvierte er sein Klavierstudium, Richtung Klassik.
Für den kommenden Bogarts Jazz am 2. November hat sich die Band „Changes“ angesagt. Die fünf Musiker haben in ihrem Repertoire hitverdächtige Melodien zum packenden Afro-Cuban-Groove, kraftvolle Bluestitel und sanften Bossa und sogar entspannt swingende Stücke und Hip Hop-Nummern.
Im Dezember hat der Bogarts Jazz gleich mehrere Künstler am Start. Zum Einen bei der „Weihnachtlichen Jam Session“ am 7. Dezember im Ursprung und „Barbara Dennerlein“ am 10. Dezember in der Nikolaikirche. Die Konzerte beginnen jeweils um 20.00 Uhr.

Marko Luptscho – Ostseezeitung, 7.10.2004